David rang seine Angst nieder bevor er gegen Goliath in den Kampf zog. Die Heldenrolle, aber auch die Rolle des Gegners, des Antagonisten, stand fest. David war der klassische Held, er die Rettung brachte. Was ist, wenn der Gegenspieler nicht personifiziert ist. Die Leser/in trifft nicht selten auf einen Gegner in der Literatur, der kein Mensch sondern eine Krankheit ist. In dem Roman ‚Still Alice-Mein Leben ohne Gestern‘ von Lisa Genovas, kämpft die Protagonistin gegen Alzheimer. Ihr Gegenspieler ist ganz klar nicht greifbar.
Wenn wir in einigen Monaten über den ‚großen Corona Roman‘ sprechen, wird das Virus genauso wenig mit Feuer und Schwert zu bekämpfen sein.
Ich persönlich finde es spannend, wenn der Antagonist/die Antagonistin nicht als Person erkannt wird. In meinem Roman ‚Branding ins Herz‘ war es ein Gehirntumor, der das friedliche Leben der Romanheldin durcheinander brachte. Annas geliebte Mama erkrankt an diesem Gehirntumor, auch wenn es Annas Leben nicht direkt bedroht, gefährdet es doch ihre Familie.
Wie, Ihr kennt diesen zeitlosen Roman noch nicht? Klickt mal nach der Lektüre dieses Artikels auf den Link und holt ihn euch:
Ich bin mal wieder ins Schwafeln gekommen, eigentlich geht es mir heute um nicht sichtbare Gegenspieler. Eine Naturkatastrophe, ein Erdbeben, ein Vulkanausbruch, ein Tsunami etc. kann ebenso als antagonistische Kraft angesehen werden. Es gibt nicht nur hunderte von beeindruckenden Katastrophen-Filmen, es gibt auch einige Bücher. Vielleicht fällt euch der eine oder andere besondere Titel ein, wie wäre es mit einem Kommentar?
In meinem satirischen Roman ‚Es ist noch Platz im Koffer‘, welcher hoffentlich dieses Jahr veröffentlicht wird, geht es auch um einen nicht greifbaren Gegner. Der Romanheld Til Steiger leidet an einer klinischen Depression. Eine Depression kann man nicht sehen, dennoch ist sie da. Wie es diesem Romanhelden gelingt, seinen Antagonisten zu bekämpfen, erfahrt ihr mit ein wenig Glück Mitte des Jahres.
‚Es ist noch Platz im Koffer‘ trägt zwar den Stempel ‚satirischer Roman‘ doch ist er nicht nur komisch. Ich versuchte eine Gradwanderung zwischen Tragik und Komik und hoffe, es ist mir gelungen.
Bis bald, lasst mal von euch hören und sagt mir ruhig Bescheid, wie ihr über dieses Thema denkt, sind euch die Gegenspieler, denen man mit erhobenen Fäusten gegenübertritt lieber oder findet ihr die nicht sichtbaren interessanter?
Eure Desiréé Ange
Denkt immer daran: Literatur ist Leben
