In ihren Augen spiegelt sich der Wille zum Sieg. Die Angreiferin steht in der Luft und macht das Tor. Das Stadion bricht in Jubel aus. Die EM 2022 ist ein paar Wochen her, doch die Begeisterung lebt noch in unseren Herzen weiter. Ob wir die positive Stimmung für den Frauenfußball mitnehmen können, wer weiß das schon. Doch die Differenz in der Bezahlung der Fußballfrauen und Fußballmännern ist ernüchternd. Geschlechter-Gerechtigkeit findet nicht auf dem Platz statt.
Nur ein Symbol
In einem spannenden Podcast, indem es um Themen des Tages geht, wurde ein Sportexperte gefragt, ob die Frauen-Fußball EM 2022 etwas bewegt hätte. Werden jetzt auch bei der Bundesliga der Frauen höhere Gehälter gezahlt? Der Experte erklärte, dass das nicht passieren kann, wenn nicht dieselben Besucherzahlen in die Stadien strömen würden wie beim Männer-Fußball. Die Vereine müssten größere Stadien bauen, und diese Stadien müssen ausgelastet sein, denn die Gehälter beim Profi-Fußball, generiere sich durch die Einnahmen. Im selben Interview erklärt der Experte, dass das zwar national gelte aber für Internationale Wettkämpfe gelten andere Regeln. Die Erfolgsprämie 2021 bei der EM der Männer war 400000 Euro pro Spieler, für den Fall, dass Deutschland Europameister geworden wäre, bei der Frauennationalmannschaft wäre die Erfolgsprämie 60000 Euro gewesen. Die Prämie wird vom DFB in Aussicht gestellt. Ein wenig ungerecht ist das schon. Bei Interesse könnt ihr die entsprechende Sendung hier nachhören:
https://www.deutschlandfunk.de/podcast-104.html
Das Problem mit der gleichen bezahlung begegnet uns nicht nur im Fußball. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Das klingt zwar schön doch ist es utopisch. Die Krönung der Schöpfung hat etwas dagegen. Kein Mann, so sozial er sich auch darstellt ist bereit für das gleiche Geld zu Arbeiten. Mehr, es muss mehr sein, sonst fühlen sich die Herren auf die Füße getreten.
(unter uns dieser Blog wird von einem Mann geschrieben)
Dieser Text wird nichts an der Tatsache ändern, doch kann er euch zum Nachdenken anregen.
Die Gender Falle
2000 erhielt ich die Chance auf eine weiterführende Schule zu gehen an meiner Seite bekam ich zwei Diplom Pädagoginnen gestellt. Diese Frauen hatten Sozialwissenschaft studiert. Am ersten Schultag hatten wir auf dem Pausenhof eine angeregte Unterhaltung.
Schulbegleitung A: ´´ Ich habe mit seltsamen Leuten studiert …da war zb ein Kommilitone der in seiner Abschlussarbeit das Wort frau anstelle von man genutzt hat. ´`
Schulbegleitung B: `´ das ist doch nicht dein Ernst! Wie war denn der drauf? `´
Schulbegleitung A: ´´er wollte auf einen Missstand hinweisen.
Als ich das hörte, freute ich mich innerlich. Endlich ein Mann der sich ähnliche Gedanken machte wie ich. Frauen sind unterrepräsentiert. Manchmal muss Mann einen steinigen Weg gehen, wenn man für Frauenrechte kämpft. Auch wenn ich mit meiner Frau aneinander ecke, ich fand die Einführung der Frauenquote inUnternehmen gut.Die Männer lassen sich ungern aus ihren Chefsesselnvertreiben. Jetzt braucht es noch eine Männerquote in Pflegeberufen. Ich sehe euch naserümpfend diesen Blog lesen. Meine Ansichten sind euch zu radikal, doch will man die Welt verändern, muss man zur Axt greifen, wenn man ein Ei köpfen will.
Die Sache mit dem Doppelpunkt
Die Autorin des Besser-Schreiben-Podcast widmete einen Podcast dem Thema Gendern. Warum wir gendern sollten, wie wir richtig gendern. Ein Podcast dem ich andächtig lauschte. Die Podcast Macher:in erklärte, dass es keine Rolle spielt, ob man das berühmte Sternchen oder den Bindestrich benutzt, für Sprachausgaben würde es aber eine wichtige Rolle spielen, für welches Zeichen man sich entscheidet. Die üblichen Sprachausgaben können das Sternchen oder den Bindestrich nicht erkennen. Der Doppelpunkt würde aber gut funktionieren, da die Sprachausgabe eine kurze Pause macht. Ich entscheide mich aus diesem Grund für den Doppelpunkt. Ich ändere die anderen Blogs nicht, damit ihr eine Weiterentwicklung feststellen könnt.
Und was lernen wir daraus?
Meine lieben Leser:innen ich habe euch hoffentlich erfolgreich genervt. Ich weiß, das die Anzahl der Genderkritiker:innen sehr groß ist. Es ist ein wichtiges Thema für mich, genauso wichtig wie gleiche Bezahlung und gleiche Aufstiegschancen. Vielleicht nehmt ihr mal diesen Blog als Anlass, eine Minute über dieses Thema nachzudenken. Eine Minute ist nicht lange, das schafft ihr. Danach bitte mir eure Kommentare um die Ohren hauen.
Denkt immer daran, Literatur ist Leben
Eure Desirèè Ange
